Besuch
im Altersheim
Eine Gruppe von Peru-Spiegel-Lesern traf sich, um das Altersheim des Deutsch-Peruanischen Hilfsvereins zu besuchen.
Freundlich begrüßten uns Herr Karl-Heinz Bonacker (Vorsitzender des Hilfsvereins), Herr Klaus Brechtezende (Mitglied des Vorstands), Frau Inés Schubert (Leiterin des Altersheims) und einige Damen, die im Altersheim wohnen. Wir besuchten die verschiedenen Räumlichkeiten wie einen Aufenthalts- und Empfangssaal, den Speisesaal, eine Bibliothek im zweiten Stock, einen Saal für Gottesdienste (sowohl Pfarrer Wolfgang Klock von der katholischen Kirchengemeinde als auch Pastor Dr. Folkert Fendler von der evangelisch-lutherischen Gemeinde finden sich regelmäßig ein, um Gottesdienste zu feiern und mit den Insassen zu sprechen), im dritten Stock eine überdachte Terrasse, die ein idealer Platz fuer körperliche Übungen ist. Die Wohnungen sind auf zwei Stockwerke verteilt, teils aus einem, teils aus zwei Zimmern bestehend. Freundlicherweise zeigten uns einige Damen ihre Wohnungen, um uns zu zeigen, wie sie wohnen. Die Wohnungen sind individuell gestaltet und jeder bringt seine eigenen Möbel mit. Die Einzimmerwohnungen bestehen aus dem kombinierten Wohn-Schlafzimmer mit eigenem Bad; die Zweizimmerwohnungen verfügen
über je ein Wohn- und Schlafzimmer mit Bad sowie eine Kitchenette. In beiden Fällen ist ein geräumiger Einbauschrank vorhanden. Die Balkone aller Zimmer blicken hinaus auf den mit Hilfe der Damen des Heimes in vorzüglichem Zustand gehaltenen Garten. Im Erdgeschoss, mit einem Garten vor der Tür, befindet sich das Pflegeheim, eine spezielle Abteilung für permanente Pflege und Betreuung. Hier treffen wir eine fast hundertjährige Dame, die ständig von einer Pflegerin begleitet ist. Wir beobachten mehrere Personen, die in Rollstühlen gefahren werden. Um sich zwischen den Stockwerken zu bewegen, steht ein Aufzug zur Verfügung. Wer noch gut zu Fuß ist, kann die Treppen benutzen. Alle Gänge und Treppen sind mit Handläufen ausgestattet, ebenso auch die Bäder und Toiletten, um Probleme bei der Nutzung zu vemeiden. Bis zu 40 Personen können im Heim gebührend betreut werden. Alle Räumlichkeiten sind reichlich von Licht durchflutet, sie sind angenehm und sicher.
Die Installationen sind auf die Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten. Die 24 Einwohner erfreuen sich einer sehr guten Betreuung mit ständiger Umsorgung durch das Pflegepersonal, wöchentlichem Arztbesuch, Küchen- und Reinigungspersonal, Gärtner und Pförtner, der auf alle ein- und ausgehenden Personen achtet. Die Gesamtleitung des Heims liegt seit nun schon über 11 Jahren in den bewährten Händen von Frau Inés Schubert. Wir Besucher waren sehr daran interessiert, alle Einzelheiten des Altersheims kennenzulernen und zu erfragen, da es uns für den gegebenen Zeitpunkt als eine sehr vorteilhafte Alternative erscheint. Die Bewohner des Heimes selbst erklärten uns, warum sie sich im Altersheim wohl und sicher fühlen und wiesen vor allem auch auf die Freiheit hin, nach Belieben auszugehen und wieder zurückzukommen, um einige Tage bei Familienmitgliedern oder Freunden zu verbringen oder zu verreisen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass durch die herzliche Betreuung, die Sicherheit und das empfundene häusliche Geborgensein das Altersheim des Deutsch-Peruanischen Hilfsvereins ein angenehmer Aufenthaltsort ist, der älteren Personen die gewünschte Betreuung zusichert. Wenn wir im Alter die Möglichkeit einer solcher Lebensqualität haben, sollten wir diese Chance nicht verpassen. Laura Scarsi de Dopf «Peru-Spiegel
/ Espejo del Perú», Nr. 65, September 2001
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